Category Archives: Gastautoren

Europa ist Geschichte. Aber wir kommen wieder! (Gastbeitrag)

Aus. Aus und vorbei. Das Abenteuer Europa ist Geschichte. Zerstört im Kopf setze ich mich um 23 Uhr an den Wohnzimmertisch im Haus meiner Eltern, lege Stift und Papier vor mich und beginne zu schreiben.

Wir haben heute drei zu drei gegen den FC Porto gespielt. Drei zu drei gegen einen Gegner, der vor wenigen Jahren die Champions League gewonnen hatte, der auf dem Papier übermächtig schien. Und trotz dieses Unentschiedens sind wir im Sechzehntel-Finale der Europa League ausgeschieden, weil wir im Hinspiel zwei zu zwei in Porto gespielt haben. Wie unfair kann Fußball sein? Wie beschissen ist diese Auswärtstorregel?

Wir waren heute besser, wir hätten das Weiterkommen verdient gehabt. Wegen des Kampfes unserer Mannschaft und wegen unserer abnormalen Fans. Was da heute im Steher los war, war schlicht und ergreifend unfassbar. Was dort in der ersten Halbzeit abgezogen wurde, war königlich. Wir waren König heut! Es war einfach nur geil. Bei unseren Toren, lagen die Menschen übereinander im Block. Es herrschte eine Euphorie wie noch nie in diesem Stehblock. Die Leute sahen eine reale Chance, nochmal kommen zu dürfen zu dieser magischen europäischen SGE. Die Leute waren geil auf Neapel.

Ja, die Fans in Frankfurt sind verrückt. Verrückt nach Fußball, verrückt nach der Eintracht und verrückt nach Europa. Und genau so kann man diese knapp einjährige Euphorie rum um die SGE erklären. In Frankfurt kommt es eben nicht oft vor, dass man europäisch spielt. Genau das unterscheiden die Fanszene von anderen deutschen Szenen. Für uns ist es nicht normal in Europa zu sein, und deswegen reißen wir bei jedem Spiel ab. Deswegen fahren 12.000 Frankfurter_innen nach Bordeaux und 6500 nach Porto. Deswegen genießen wir jede europäische Sekunde. Das gibt es nirgendswo sonst. Und darauf können wir unendlich stolz sein. Klar, heute und morgen werden wir alle trauern, aber ab übermorgen werden wir uns selbst feiern. Was wir da in Europa geleistet haben, ist einmalig und wird es auch in dieser Form nicht mehr geben. Aber die Erinnerung bleibt.

Nach dieser unfassbar geilen europäischen Zeit können wir nur hoffen, dass unsere Jungs bald in der Bundesliga wieder oben mitmischen und uns wieder einmal mit Europa beschenken. Für mich war das letzte Jahr das beste, das ich mit der Eintracht verbringen durfte. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich möchte nichts missen und bedanke mich bei allen, die dabei waren und diese Zeit möglich gemacht haben. Besonders bei meinem EFC, den Gefährten Main-Taunus, den Spielern, aber natürlich auch der UF. Es war eine geile Zeit. Ich werde sie im Herzen bewahren und nie vergessen.

Deshalb freue ich mich schon heute auf einen unbestimmten Tag in der Zukunft, wenn es wieder heißt: EINTRACHT FRANKFURT INTERNATIONAL! Und dann fahren wir wirklich nach Neapel.

Gastbeitrag, Original gibts bei Jonas Tresbach. Bild: eintracht-online.net

Valentinstag: Liebeserklärung an Eintracht Frankfurt

Hallo liebe Eintracht, mein Schatz.
Heute ist ja Valentinstag, der Tag der Verliebten.
Schon als ich das erste mal bei dir war, gingst du mir nicht mehr aus dem Kopf. Du hast mich süchtig und abhängig nach dir gemacht. Keine setzt solche Endorphine bei mir frei wie du es je getan hast. Dieses Jahr feiern wir gemeinsam unser 20-Jähriges. Natürlich hatten wir auch Höhen und Tiefen … so wie 1996, ich mag es kaum aussprechen. Oder 2002 bis 2003, wo du keine Zeit führ mich hattest, weil du gerade am renovieren warst. Aber es waren die großen Momente die mich endgültig an dich gebunden haben. 1999, 2003, 2006 … Aufstiege, Pokal-Endspiel, UEFA-Cup.

Darum möchte ich dich HIER und HEUTE fragen …
Ich, ich mö-mö-möchte dich fragen …
Liebe Eintracht, meine Liebe .. Continue reading

Diesmal gab's für die Pyro sogar eine Spielunterbrechung. (Bild vom großartigen www.eintracht-online.net)

Kasperletheater! (Gastbeitrag zum Pyro-Problem)

„In fast jedem Spiel verhöhnen die Pyromanen mit ihrer Zündelei die Fussballfreunde. Man fragt sich, wieso die das immer wieder so ungehindert machen können. Ganz einfach: die Vereine nehmen das in Kauf, weil sie die Ultras nicht verprellen können. Sie sind für den Wirtschaftsfaktor „Stadion-Stimmung“ zu wichtig und daher zu mächtig geworden. Die Vereinsfunktionäre, die diese Pyromanen als „Fans“ haben, halten ihre schützende Hand über diese, indem sie z.B. wahrheitswidrig und wider besseres Wissen von „einigen wenigen“ sprechen, die pyromanisch tätig oder bei deren Aktionen helfend beteiligt sind. Tatsächlich stecken dahinter zahlreiche Ultras, die bestens organisiert…

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Zuviele pubertierende Möchtegern-Ultras in der Kurve? Ein Gastbeitrag.

Brauchen wir eine Support-Diskussion, wie in der letzten SAW angedeutet? Ich weiß es nicht. Hier ist ein absichtlich provozierender Text von unseren Freunden von Jimdo SGE. Der Autor meint: Es gibt zuviele pubertierende Rotzlöffel und Möchtegern-Ultras. Was meint ihr dazu? Aber lest selbst:

Support ist immer nur so stark wie der Supporter selbst

„Schaut euch doch mal die kapuzentragenden Möchtegern-Ultras an, mit Jogginghosen und die Hände im Säckel, den Schal bis über beide Ohren gezogen, rennen die Bubis doch an allem vorbei was mit dem echten Frankfurter Support zu tun hat, ein Eintrachtlogo siehst du auf den ihren Klamotten nirgendswo. Kuttenträger? Wasn das? Bekommste da zu hören! „ICH BIN EIN ULTRA!!“ sagen die Kerlchen mit dem Flaum auf der Oberlippe dann ganz stolz…..
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Bilanz zur Winterpause. Ein Gastkommentar

Nach den bisherigen Spielen ist trotz vieler unnötig vergebener Punkte noch alles im grünen Bereich, findet Paul. Er ist einer der Admins unserer Facebookseite von eintrachtpower.de und schaut hier im Blog mal auf die Spiele bisher zurück. Danke dafür, Paul! :-)

Gut. Winterpause. ziehen wir Bilanz. Wir sind auf Platz 3. Platz 3 ist zwar kein direkter Aufstiegsplatz allerdings ein Relegationsplatz. Die Hinrunde lief eigentlich volkommen nach Plan. Wir waren ewig lang ungeschlagen! Auswärts waren wir die zweitbeste Mannschaft, nur Paderborn ist in der Auswärtstabelle dank ihrem Schlusspurt einen Punkt besser!
Betrachtet man die gesamte Tabelle… Continue reading

Ehemann im Block kennengelernt und mit Attila als Trauzeuge geheiratet

Heute haben wir für unsere Rubrik Gastautoren mal wieder einen schöne Erinnerung von euch bekommen. Kurz aber toll. Katharina erzählt euch, wie sie ihre große Liebe gegen drei Punkte eingetauscht hat und dass Attila auch als Trauzeuge was drauf hat. Viel Spaß.

„Zu meiner ersten Auswärtsfahrt kann ich auch was schreiben. Es war im April und die Eintracht spielte in Bochum..Mein bester Freund hat mich ganz kurzfristig aus dem Bett geklingelt und mich überredet doch mal mit zu fahren. Gesagt, getan und ich saß in einem 9 Mann Bus und fuhr also zu meinem ersten Fussballspiel.. Continue reading

Anja trägt keinen rosa Schal. Die Eintracht liebt sie trotzdem. Ein Gastbeitrag.

Wir freuen uns, wieder eine Gastautorin zu haben. Heute schreibt Anja, 17, aus Bad Vilbel über ihre Leidenschaft, Eintracht Frankfurt.

Ich liebe die Eintracht einfach. Mein Vater hat mich schon als Kind manchmal zu Spielen mitgenommen. Anfangs fand ich das lustig, als ich dann etwas älter wurde hatte ich keine Lust mehr. Aber dann habe ich vor drei Jahren neue Freundinnen und Freunde kennen gelernt. Die waren alle Eintrachtfans und sind zu vielen Heimspielen gegangen, manchmal auch zu Auswärtsfahrten, doch das haben die Eltern nicht immer erlaubt. Manchmal haben sie einfach erzählt, sie würden zu Freunden gehen und sind dann nach Karlsruhe gepilgert. Meine Kumpels haben mich wieder ins Stadion mitgenommen. Ok, ein bisschen mussten sie mich überreden. Aber es war geil, geiler als… Continue reading

Das erste Mal auswärts (ein Gastbeitrag)

Torsten kam auf uns zu und fragte, ob er nicht auch mal etwas schreiben könne. Klar kann er. Und ihr auch. Wenn ihr Lust habt, hier im Blog über die Eintracht zu schreiben, meldet euch einfach unter info @ eintrachtpower. de

Hier kommt erstmal Torsten für euch:

Wie alt war ich wohl, 11? 12? Keine Ahnung. An Heimspielen war ich zur genüge, jetzt wollte ich die Eintracht endlich mal auswärts sehen. Also die Eltern genervt, und die haben Karten besorgt. Freiburg war das Ziel. Nur leider war’s der falsche Block. So standen wir mittig in der Freiburger Westkurve. Meine Eltern in Zivil, ich in Yeboah-Trikot und Schal. Egal, wir haben die Freiburger weg gehauen. Das wusste der besoffenen Depp noch nicht, als er mir in der ersten Halbzeit meine Fahne mit dem Feuerzeug anzünden wollte. Oder als er nur so getan hat. Irgendwie verstehe ich ihn ja auch. Wenn zu uns jemand ins Waldstadion seine Farben irgendwo anders als im Gästeblock vertritt und mir dann noch mit der fremden Fahne vor der Nase rumwedelt, finde ich das auch nicht so geil.

Was auch immer. Erste Auswärtsfahrt, gleich ein Sieg. Und es folgten noch viele weitere Fahrten, auf denen ich viele neue Freunde und tolle Menschen ebenso wie Idioten kennen gelernt habe. Aber eins bleibt sicher: Mit dem Mob auswärts zu fahren bleibt geiler als jedes Heimspiel. Zusammen in die fremden Städte einfallen, volle Power der Gruppe, jeder singt, und als Krönung noch drei Punkte mit nach Hause. Bald gehts wieder los. Ich bin dabei.

(Gastbeitrag von Torsten R.)