ultras frankfurt choreo

UEFA verbietet Choreo-Element: Keine Extras für SGE (Update)

Die Choreografie der Eintrachtfans im Spiel gegen den FC Porto war bombastisch. Das I-Tüpfelchen hat allerdings gefehlt, weil die UEFA es nicht erlaubt hat.

Neben den gewohnten Infozetteln zur Choreo hingen am Donnerstagabend auch andere Zettel in der Nordwestkurve. Darin war zu lesen, dass die Szene „in Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt an der Umsetzung eines wahren Highlights gearbeitet“ hätte. Weiter heißt es: „In vielen intensiven Gesprächen und vor allen Dingen offiziellen Genehmigungsverfahren haben wir dabei gemeinsam die offiziellen Genehmigungen aller zuständigen Behörden – Feuerwehr, Stadionbetreiber, Stadt Frankfurt, Eintracht Frankfurt Sicherheit und letztlich sogar der Polizei – eingeholt. Alle waren einverstanden. Dieses Verfahren ist in Deutschland bislang einzigartig und war auch für uns mit immensen Kosten verbunden.“

Bei dem Highlight handelte es sich um große ULTRAS-Buchstaben, die mit farbigen Rauchtöpfen gefüllt und dann illuminiert werden sollten, wie ein eben veröffentlichtes Video (siehe unten) zeigt. Über Kooperation und Dialog habe man erreiche wollen, dass „unserer Vision nichts mehr im Wege steht und wir auch für die Zukunft neue Optionen für alle eröffnen“, schreiben die Initiatoren.

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Zwei Tage vor der geplanten Choreo habe dann die UEFA dem ganzen Projekt einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Highlight verboten. „Die UEFA untesagte uns die speziellen Elemente einer Choreo, obwohl sämtliche hierfür nötigen offiziellen Genehmigungen aller deutschen Behörden vorliegen. Selbstverständlich ohne Angabe von Gründen.“

Bei der UEFA will man davon nichts wissen. “Die einzige offizielle Anfrage, die wir erhalten haben, wurde genehmigt und betraf die Choreografien, die dann auch beim Spiel im Fernsehen zu sehen gewesen sind”, teilte der Verband auf Anfrage mit.

(Update vom 6. März)

Wie Eintracht Frankfurt uns bestätigte, hat es die Anfrage tatsächlich gegeben, nachdem im Vorfeld “alle Sicherheisträger zugestimt” hätten. Die Pyro hätte von einem “professionellen Feuerwerker” gezündet werden sollen. Den Antrag habe man allerdings nicht gemeinsam mit der gewöhnlichen Anfrage der Choreografie gestellt, die von Mitarbeitern meist einfach nur abgenockt werden, sondern separat ins politische Herz des Verbands. Das erklärt, warum der Mitarbeiter der Pressestelle davon nichts wusste. Für eine Erlaubnis hätte die UEFA kurzfristig ein Gesetz ändern müssen. Bisher existiert laut Eintracht im Regelwerk des Verbands kein Paragraf bezüglich einer Ausnahme zum Pyrotechnikverbot. Somit hat die UEFA das Element offenbar nicht verboten, sondern nicht erlaubt.

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Schon vor der Antragstellung sei die Eintracht wegen der geltenden Gesetze nicht von einer Erlaubnis ausgegangen, heißt es im Verein. Schon gar nicht für einen Club, der in der laufenden Saison mehrmals wegen des Einsatzes von Pyrotechnik in der Europa League bestraft wurde und gegen den deswegen noch ein Verfahren anhängig ist. Dies habe man auch den Fans mitgeteilt. Als dann die mündliche Absage vfon der UEFA gekommen sei, habe die niemanden überrascht. (Bild: Screenshot Youtube)

Dies ist offenbar nicht erlaubt worden:

Hier haben wir für euch den ganzen Text:

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