Peinlicher Endstand. (Bild: eintracht-online.net)

Der Arschtritt: Was bei Eintracht Frankfurt gerade falsch läuft. Oder: Früher war mehr Hurra.

Eines vorab: Ich habe diesen Artikel mit einer kleinen aber feinen Portion Unverständnis und Wut geschrieben. Der knappe Sieg gegen Fürth und die Niederlage gegen Augsburg lassen mich einfach nicht los. Auf der Suche nach einem Lösungsansatz für unser viel beschworenes Rückrundenfiasko, lande ich immer bei einem Punkt: Früher war mehr Hurra.
In Hamburg dachte man noch, Lakic wird der Heilbringer aus Kroatien, denn mit seinen zwei Toren schoss er den HSV in die Krise und die Eintracht ein Stückchen mehr nach Europa. War ich ahnungslos. [...]

Eine Woche später begann das Gekicke, das ich nach der Abstiegssaison schon wieder verdrängt hatte. Die Spieler wirkten langsam müde und nicht mehr mutig genug, den Gegner auch nur ansatzweise zu gefährden und für eine gewisse Gefahr vor dem Tor zu sorgen.

Mehr Mut im Sturm

Eine Mitschuld hat hierfür Armin Veh. Ohne Frage ist der Mann aus Augsburg ein brillianter Trainer, jedoch auch ein richtiger Sturkopf. Nein, besser – er ist rebellisch, bleibt seinen Prinzipien treu (eigentlich ja eine gute Eigenschaft) und kann sein eigenes Ego nicht zurückstecken und sich selbst eingestehen, dass er momentan einen Spieler wie Occean gebrauche könnte. Occean? Das 1,3-Millionen-Euro-Missverständnis aus Fürth? Genau der. Matmour und Lakic strahlen momentan null Torgefahr aus. Trotzdem findet man jede Woche einen der beiden in der Startelf. Olivier Occean, der 1,3 Mio Euro Einkauf aus Fürth, wird jedoch nicht mal mehr in den Kader berufen. Das erinnert starkt an die Akte Rob Friend.

Eine weitere Chance für Olivier Occean

Die Ära Friend ging wenig professionell über die Bühne. Dies soll, finde ich, mit Oliver nicht auch passieren. Eine weitere Chance hätte er verdient. Oder? Denn brauchen wir nicht gerade jetzt den guten alten „Hurra-Fussball“ zurück, den wir in der Hinrunde gespielt haben? Seitdem Veh in der Rückrunde etwas defensiver spielen lässt, klappt gar nichts mehr im Offensivbereich. Müssen wir nicht jetzt auf unsere Stärke vertrauen und die Mannschaft umbauen und der Startelf der Hinrunde eine Chance geben? Schlimmer kann es doch kaum werden. Occean brennt innerlich, wieder für die magische SGE spielen dürfen, da wette ich drauf.

Stefan Aigner, der Mann der Saison

Meine Schwester ist 15 Jahre alt und spielt manchmal Fussball im Hof. Warum ich das erzähle? Inuis „Torschuss“ in Fürth. Ihr wisst was ich meine… Warum nicht mal Sonny Kittel auf der Position ausprobieren. Nach eigenen Beobachtungen beim Training stellt er sich gut an und könnte die Position gut bekleiden. Legendlich Spielpraxis fehlt ihm. Alle 4 Wochen 10 Minuten reichen da leider nicht. Loben muss ich an der Stelle Stefan Aigner. Lieber Stefan, ich weiss du hast kein Facebook (Schande über dich ;-) ) wenn du das liest: Für mich bist du der Spieler der Saison. Spieltag für Spieltag gibst du alles. In Augsburg konnte ich das Feuer in deinen Augen erkennen. Du lebst Eintracht. Danke dafür.

Europa kann noch warten

Mein Fazit: Mit der Stürmerpolitik fährt Veh unsere Eintracht kurz vor dem Ziel noch gegen die europäische Wand. Die Mannschaft wieder offensiver aufstellen und einstimmen, Inui raus – Kittel rein, Lakic und Matmour raus – Occean rein. Lieber Armin, momentan darfst du ruhig etwas „experimentieren“, nach Europa brauchen wir erst nächstes Jahr ;) Liebe Spieler von Eintracht Frankfurt bekommt euern Arsch hoch, zeigt uns den Kampf und spielt mutig! Ob wir gewinnen oder verlieren – scheissegal, nur den Kampf, den Kampf wollen wir!

Unsere Unterstützung habt ihr! Eintracht Frankfurt für alle Zeit! Mit euch bis in die Unendlichkeit!



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