Aufstiegsfackeln in Aachen!

Uffstieg. Party. Pure Geilheit? (mit 22 Videos)

Der Uffstiech ist geschafft, alles wie geplant, zweite Liga abgehakt. Freude über die Mannschaft, die Fans und das Gesamtkonstrukt Eintracht, pure Geilheit halt, fröhliche Hessen überall und Ansgar Brinkmann in der Nordwestkurve-Bomberjacke als TV-Experte. Den ganzen Tag Eintracht-Lieder im Ohr, Eintrachtshirt im Büro an, alles Eintracht. Alles gut? Naja.
Trainer Armin Veh wartet mit der Zusage zur Vertragsverlängerung, genauer betrachtet wartet er wohl eher mit der Absage. Seine Wohnung hat er angeblich bereits gekündigt, und wenn Heribert Bruchhagen und Bruno Hübner ihm nicht einige Millionen mehr zur Verfügung stellen, wird er weg sein und am Donnerstag genau dies…

verkünden -  bis dahin will er sich offenbar entschieden haben. Und seine Aussagen, die Gestik, alles spricht nicht gerade für einen Verbleib. Die Politik der kleinen Schritte von Bruchhagen, in der Vergangenheit oft gelobt und ab und zu kritisiert – nun geht erstmals ein Trainer frontal dagegen an.

Veh fehlt die Perspektive. Er will Geld für neue Spieler und will nicht gegen den Abstieg spielen, Hübner geht erstmal davon aus. Veh argumentiert, dass ein Verein mit 70 Millionen Umsatz im Jahr mehr als 25 Millionen in die Mannschaft stecken müsse. Offenbar üblich seien bei Profivereinen 50 Prozent.

Die Schuld der Stadt Frankfurt

Dass die Stadioniete völlig überzogen und ein schwerer finanzieller Klotz am Eintracht-Bein ist, ist jedem bekannt. Nur ändern lässt sich anscheinend nichts daran, obwohl die Veträge Relikte aus einer Zeit sind, in der offenbar mit anderen Zahlen gerechnet wurde. Die Stadt Frankfurt brüstet sich nur liebend gerne mit der Eintracht. Müsste Veh aus finanziellen Gründen gehe, wäre es auch die Schuld der Stadt Frankfurt. Ob der neue Oberbürgermeistert Peter Feldmann die Stadionmiete nun wirklich senkt, wie angekündigt, oder nicht (UPDATE: Laut FR wird die Miete nicht gesenkt, der Vertrag sei “fair”, heißt es von Seiten der Statd). Also nun ein Risiko eingehen und Geld ausgeben, dass man nicht hat? Ein Verbleib von wäre wäre in vielen Augen mehr als wünschenswert. Veh viel mit nach Frankfurt gebracht, was dem Verein gut tut, was den Fans gut tun. Ein Trainer mit Ecken und Kanten, der gerne mal provoziert, der Wahrheiten ausspricht, über den Gegner oder den eigenen Vorstandsvorsitzenden.

Der verärgerte Vorstandsvorsitzende

Der eigene Vorstandvorsitzende war es auch, der nach dem 3-0 Sieg in Aachen vom Platz flüchtet, anstatt mit den Fans zu feiern. „Ich möchte jetzt den Platz velassen“, live in Sport1-Mikro gestammelt, mit ängstlichem Blick nach hinten. Dort hatten Eintrachtfans den Rasen gestürmt, um zu feiern. Was früher nahezu poblemlos möglich war und einer Selbstveständlichkeit glich, wird heute betrachtet wie ein Verbrechen. Polizei umreiht die Fans, Spieler fliehen ersteinmal. Angeblich 75000 Euro Schaden haben die Feiernden verursacht, kaputte Sitzschalen, ein Tor, herausgerissener Rasen. Natürlich genießen Eintracht Fans aufgrund einiger weniger nicht den besten Ruf. Doch die Feier in Aachen war friedlich, bis auf ein paar versuchte Ausbrüche später, so dass sich selbst der überragende Alex Meier auf Händen tragen ließ. Bis die Fans den Hühnen nicht mehr stemmen konnten.

Natürlich muss man allen zugute halten, dass im fremden Stadion gefeiert wurde, bei einer Mannschaft, die wohl in die dritte Liga runter muss, man also handfeste Auseinandersetzungen bzw. Attacken der Aachener Seite verhindern wollte. Nicht auszudenken, wäre die Situation umgekehrt gewesen, bei uns daheim im Waldstadion, wir ab- und der feiernde Gegner aufgestiegen.

Zwei Wochen Aufstiegsparty

Freuen wir uns auf zwei letzte Feiern, zelebrieren wir den verdienten Aufstieg, mit einer tollen Choreo gegen 1860 München und der Aufstiegsfeier danach oder am 6. Mai auf dem Römer. Die Feier wollen außer dem Verein alle, selbst noch-OB Petra Roth. Eintracht Frankfurt, endlich wieder Zuhause, die Adler fliegen wieder erstklassig, der Alltag hat uns wieder. Auf dass die Puste diesmal länger reicht.

 

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