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,,Ich soll endlich wieder ein Tor schießen, rät mir meine Oma.”

Anfangs dieses Jahres gab Václav Kadlec ein Interview an die tschechische Zeitung Denik Sport. Wie auch schon beim letzten Interview werden wir dieses auch übersetzen- let’s go!

Tschechische Liga, Bundesliga, DFB Pokal, Europacup und WM Quali. Insgesamt 32 Spiele absolvierte Václav Kadlec in den letzten fünf Monaten für die Eintracht: „Es war 100% die härteste Hinrunde meiner Karriere”.

Haben sie es gespürt?
Vor allem am Ende der Hinrunde habe ich mich müde und kraftlos gefühlt. In den letzten Jahren war ich im Durchschnitt 60 bis 70 Minuten auf dem Platz, bei der Eintracht ist es deutlich mehr, außerdem laufe ich pro Spiel ca. elf Kilometer. In Tschechien bin ich so viel garantiert nicht gelaufen. Der Unterschied zwischen Tschechien und Deutschland ist auf jeden Fall spürbar.

Armin Veh hat den Ausfall in den letzten beiden Spielen wegen Müdigkeit entschuldigt – War es so?
So habe ich es mir erklärt, aber schwer zu sagen. Ich hoffe ja (lacht). Aber mir ist auch klar, dass wir keine Siege eingefahren haben und Veränderungen gemacht werden mussten.

Haben sie mit ihm darüber geredet?
Nein habe ich nicht, es gab keinen Grund, es waren ja nur zwei Spiele. Der Plan war wohl, dass ich mich im vorletzten Spiel gegen Leverkusen ausruhe. Doch wir gewannen, also gab es auch keinen Grund die Aufstellung für das letzte Spiel zu ändern.

Haben sie sich nicht erschreckt als sie dann nur auf der Bank saßen? Bis dahin haben sie regelmäßig gespielt.
Sicher würde ich gerne immer spielen. Aber Tranquillo Barnetta zum Beispiel, ein großer Fußballer, spielte wie ich alle Spiele und saß dann die letzten zwei auf der Bank. Darum mache ich mir darüber keinen Kopf.

Haben sie sich nicht gefragt, dass es deshalb hätte sein können, weil sie keine Tore mehr erzielen haben- nach einem guten Anfang?
Ja schon, aber ich hatte ein paar Assists und vor allem habe ich ein wichtiges Tor im DFB Pokal erzielt, welches uns eine Runde weitergebracht hat. Schlimmer war die Liga, wir gewannen einfach nicht und ausgerechnet in solchen Situationen schaut man nicht so sehr auf eigene Statistiken.

Kann es auch sein, dass sie weniger Tore erzielt haben, weil Abwehrspieler sie bemerkt haben?
Ja, möglich ist es schon. Wer kannte im August irgendeinen Kadlec? Die ersten Spiele sind mir gut gelungen, ich hatte auch den einen oder anderen Assist.

Ist der Unterschied in der Defensive zwischen Tschechien und Deutschland so groß?
Ich sage mal ein Beispiel: Bei Sparta habe ich viele Tore in den letzten 15. Minuten erzielt. Je näher das Ende eines Spieles kam, desto weniger Tempo war im Spiel. So ungefähr ist es in der tschechischen Liga. In der Bundesliga habe ich noch keinen Spieler gesehen, der auf dem Spielfeld einen Krampf hatte. Außerdem habe ich noch keinen langsamen Verteidiger gesehen. Und da mein Vorteil Schnelligkeit und Voraussicht ist, hat sich das alles in

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Deutschland ein bisschen ausgeglichen.

Macht es ihnen Sorgen, dass sie am Ende der Hinrunde so wenige Tore erzielt haben?
Manchmal schon, ja. Aber dann schaue ich in die Zeitung und sehe, dass auch ein Lewandowski vier Spiele lang nicht getroffen hat (lacht). Wenn ich die Tore nicht gleich am Anfang geschossen hätte, sondern sie verteilt hätte auf die ganze Hinrunde, würde das alles gleich anders aussehen. Deshalb sah es so aus, als wäre mir gegen Ende des Jahres die Puste ausgegangen.

Den Fans haben sie es am Anfang aber gezeigt.
Ich habe gelernt, dass ich Foren nicht mehr lesen kann, wie früher. Und meine Kumpels haben schon Ahnung von Fußball. Nur meine Oma rät mir ab und zu, dass ich endlich wieder mal ein Tor schießen soll.

Und was antworten sie?
Das sie es mir überlassen soll (lacht). Sie macht sich darüber einen größeren Kopf wie ich.

Fakt ist aber, dass sie der beste Tscheche in der Bundesliga sind. Ist es ihnen aufgefallen?
Die Konkurrenz in der Bundesliga ist enorm. Petr Jiracek zum Beispiel hat es im Mittelfeld des HSV sehr schwer.. Aber ich denke es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir (mit wir sind die tschechischen Spieler gemeint) endlich wieder zuschlagen werden. Ich glaube dran.

Warum gelingt vielen Spielern der Schritt aus Tschechien nach Deutschland nicht?
Es ist ein großer Schritt. Hauptsächlich wegen der Konkurrenz: Für jede Position hat man drei Spieler, wenn man dann einen Fehler macht, wird man ausgewechselt und wartet sehr lange bis man zurückkehrt in die Startelf.

Was muss sich in Tschechien verändern, damit der Sprung nicht so groß ist?
Man darf nicht denken, dass wenn man in Tschechien einer der besten ist, dass man überall der Größte und Beste ist. Außerdem sollte man nicht nur an dem arbeiten, was der Verein einem vorgibt, man muss auch fleißig sein und ein bisschen mehr machen.

Darum haben sie schon einen Tag nach Heiligabend angefangen individuell zu trainieren? Trotz der Müdigkeit?
Ich hatte um Weihnachten herum vier Tage frei, das hat mir zur Regeneration gereicht. Jeder in der Mannschaft hat vom Verein einen individuellen Trainingsplan erhalten, der jedoch erst ab 28. Dezember gilt. Also habe ich mich mit dem Konditionstrainer von Sparta verabredet (Tomas Maly) und schon früher angefangen. Ich danke ihm dafür. Vor allem an meiner Kraftausdauer muss ich arbeiten.

So wie Tomas Rosicky, dem man damals bei Dortmund geraten hat, zuzunehmen?
Ich denke, dass mein Gewicht okay ist, mein Problem ist jedoch, dass ich es nicht gut einsetzen kann. Ich versuche innerlich härter zu werden, damit mein Körper bereit ist für Zweikämpfe. Ich will nicht, dass es Arrogant klingt, aber in Tschechien konnte man mit ein paar geschickten Anläufen die ganze Abwehr veralbern, in der Bundesliga ist jedoch jeder schnell.

Werden sie beim Rückrundenstart Ende Januar wieder auf dem Platz stehen?
Wenn ich so anfangen würde wie in der Hinrunde, wäre ich zufrieden. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit uns vorzubereiten und in dieser Zeit wird sich entscheiden, ob ich Ende Januar wieder auf dem Platz stehen werde oder nicht.

Frankfurt steht in der Tabelle auf dem 15. Platz, das heißt, dass es in den Abstiegskampf gehen wird. Sind sie bereit dafür?
Ich nehme es so gar nicht wahr, denn es ist ja erst die Hälfte der Saison rum. Wenn es so am Ende wäre, wäre es anders, aber ich bin mir sicher, dass es so nicht sein wird. Es ist nicht angenehm, aber momentan stresse ich mich damit nicht.

Haben sie keine Angst, dass sie bis zum letzten Spieltag um die Rettung spielen werden?
Nein, auf gar keinen Fall. Ich habe nicht genau nachgezählt, aber wir haben etwa zehn Punkte in den letzten Minuten verloren. Die Qualität ist auf jeden Fall vorhanden. Ich denke nicht, dass die Eintracht auf einen 15. Platz gehört.

Quelle: deniksport.cz

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