Tickets für die Eintracht sind begehrt. Und auf dem Schwarzmarkt manchmal völlig überteuert.

Viagogo? Ein No-Go! So arbeiten die Ticket-Abzocker.

115 Euro für den Steher in der Nordwestkurve? Abenteuerliche Mondpreise, doch leider traurige Realität bei dem dubiosen Ticket-Vermittler Viagogo.
Wir haben uns den Laden mal genauer angeschaut.

Mittlerweile hat sich auch die Eintracht dazu positioniert.

Aber lest selbst.

Schon mal in der letzten Sekunde auf der Suche nach einem Ticket für die geliebte Eintracht gewesen und über Bekannte nichts mehr bekommen? Ticketsuchen sind oft ein Graus. Die Online-Kontigente sind oft schnell ausverkauft und die paar Verkäufe von Fans sind schneller weg als man das Wort „Eintracht“ sagen kann. Stöbert man weiter landet man eventuell auf einer Seite, die mit Tickets wirbt.

Viagogo ist der neue Schwarzmarkt

Mit Ticket-Garantie, diversen Auszeichnungen und hochkarätigen Partnern wie der Bild-Zeitung, dem Sportmagazin Kicker oder auch dem FC Bayern München wirbt Viagogo für Sportevents. Als Fan will man seine Mannschaft unter allen Umständen unterstützen und ist auch bereit, den ein oder anderen Euro mehr zu bezahlen.

Der Schock kommt schnell. Ein Stehplatz für unsere Nordwestkurve kostet schlappe 115 Euro in der günstigsten Variante und 170 Euro in der gehobenen. Das ist dann auch dem härtesten Fan zu viel.

Doch wie funktioniert das genau? Viagogo funktioniert legendlich als Plattform. Die Ticketbörse schließt Verträge mit den Vereinen über bestimmte Ticketkontingente ab, welche die Tickets dann auf der Website anbieten. 10% des Preises kassiert die Firma dann vom Verkäufer (Vereine), 15% vom Käufer. Je höher der Verkaufspreis der Karte liegt, desto mehr verdient Viagogo.

Eintracht Frankfurt will seine Fans nicht abzocken

Kooperationen mit TSG Hoffenheim, Bayern München, Hamburger SV, Hannover 96, 1. FC Kaiserslautern, Vfl Wolfsburg, dem 1. FC Nürnberg sowie dem FC Augsburg sind uns bekannt. Die bisher angebotenen Tickets von Eintracht Frankfurt stammen von privaten Verkäufern. Eintracht Frankfurt lehnt den dubiosen Ticket-Marktplatz ab und will seine Fans nicht abzocken. „Vor der Saison 2011/12 ist Viagogo mit einem wirtschaftlich interessanten Angebot an uns herangetreten. Aber wir haben abgelehnt“, sagte Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen dem Wiesbadener Kurier. „In meiner Zeit als Manager auf Schalke habe ich eine Erfahrung gemacht, nach der ich es vermeide, auf diese Weise mit Fans Geld zu verdienen“, erklärte Bruchhagen gegenüber der Zeitung. Außerdem wolle er keinen Schwarzmarkt im Internet.

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Nach Medienberichten soll Schalke 04 einen Vertrag über 3 Jahre abgeschlossen haben und jährlich fast 1,5

Millionen Euro bekommen. Der Vertrag beginnt offenbar im Sommer.

Die Vereine wollen am Schwarzmarkt mitverdienen

Wir erinnern uns zurück: Vor Jahren wurden die eigenen Fans von den Vereinen verklagt, da Sie Tickets auf eBay anboten. Nun haben die Klubs offenbar erkannt, dass sie am Schwarzmarkt mitverdienen können und verschlimmern die Situation um die begehrten Tickets nur, statt Sie zu verbessern.

Recherchiert man im Netz über das Unternehmen: Firmensitz in London, keine Telefonnummer, keine E-Mail Adresse. Viagogo ist eine eingetragene Gesellschaft als Ltd. welche kaum Haftungsschutz besitzt!

Also bitten wir euch: Kauft Tickets nur von anderen Fans, direkt von oder Eintracht oder an den offiziellen Vorverkausstellen. Und schaut euch doch mal im Forum der Eintracht um. Es gibt immer einen Spieltags-Kartengesuche-Thread.

Denn wahre Fans geben die Tickets zum Kaufpreis her!

Tizian



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